A. Puschkin. Behuete Gott
Behuete Gott vor Wahnsinn mich;
Sonst kannst du lassen mich im Stich
Mit meinem Bettlerstab;
Nicht teuer ist mir mein Verstand;
Ich ziehe vor den Wuestenstrand
Mit Freiheit bis zum Grab.
Wenn frei ich bleibe, flieh’ ich bald
Ins Dickicht, in den dunklen Wald;
Dort wuerd’ ich trauern kaum;
Ich wuerde singen in der Dunst,
Und mir erweiset seine Gunst
Mein wunderlicher Traum.
Die Wellen hoeren wird mein Glueck,
Mit dem ich ungesaettigt guck’
Ins leere Himmelslicht;
Ich waere kraeftig und geschwind
Und unermuedlich wie der Wind,
Der hohe Waelder bricht.
Doch waer’ ich wirklich geisteskrank,
Fuer Menschen wuerd’ ich sein ein Fang;
Die Freiheit nimmt man mir;
In Ketten schlagen wird man mich
Wie irgendeinen Wueterich,
Wie ein gezaehmtes Tier.
Und in der Nacht fuer meine Qual
Wird zwitschern keine Nachtigall,
Die singt im Wald so hell;
Ich werde hoeren nur, wie schilt
Der Waechter, und wie rasselt wild
Mit Fesseln mein Gesell.
Deutsch von Wladimir Mikuschewitsch
Свидетельство о публикации №124060607076
Meiner Meinung nach, hat es mehr Muehe als sonst gekostet, die Balance zwischen "dem Buchstaben" und "dem Geist" des Verses zu wahren.
Im Titel - Gott
Николай Старорусский 08.06.2024 13:23 Заявить о нарушении
Владимир Микушевич 08.06.2024 23:00 Заявить о нарушении