Geist und Seele
wo Eis und Eisen herrschen,
hat der Geist kein Haus,
Der Geist ist ueberall,
aber ueberall ist auch das Uebel.
Der Geist heisst: Steig!
aber in der Hoehe
kann auch die Hoelle sein.
Der Geist braucht den Raum
doch sind die Saele ihm zuwider.
Der Geist braucht ein Segel,
aber das Segel
ist die Windsaege
und saeget den Himmelsstamm
Der Geist braucht ein Nest
und das einzige Nest ist die Naehe
Fuer den Geist
gibt es keine Ehre,
nur die Erinnerung;
der alte Zwist
zwingt ihn zum Zweifel,
doch bleibt sein Zweck der Aderzwirn;
der Leib ist das,
was auch bleibt,
doch tut der Leib ihm Leid;
Wie heisst der Geist?
Heiss!
Doch hat er kein Haus
und kalt ist seine Klage.
Wo waehret die Waerme?
Nirgends!
Sie waere... waere... waere... wer?
Und ploetzlich fluestert der Geist:
ich sehe...
Und er sieht sie,
dich,
du... die Seele!
1993.
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