Франциска Штёклин. Дальнему другу

Дальнему другу

Тебя за расставаньем помню вечно.
Закрыв глаза, провижу образ твой...
вблизи во всей красе так, словно
разлуки не было и нет:
в сиянии свечи тишайше
являешься, моё и наше;

скользит по-детски нежная улыбка;
я обнимаю ласково тебя,
целую губы влажные, прощанье
припомня, повторяюсь, наконец,
слитые вместе, мы едины:
 ни расставанью, ни разлуки горю
нет навсегда– нам имя
двусветная звезда в просторе.
Безгрешны и мудры, вне лет
вне расстояний, срока, цели
парим, полны Им на земле
в Его прабеспределе.

перевод с немецкого Терджимана Кырымлы



An den fernen Freund

Seitdem du mich verliessest, denke ich dich immer.
Wenn ich die Augen schliesse, sehe ich dein Bild ...
So nah und wirklichschoen als ob kein Raum uns,
Keine St;dte trennten.
Bei meiner Kerze sanftem Schimmer
Trittst du ganz leise, leise in das Zimmer …
Um deine Lippen schwebt ein Laecheln kindlich mild.

Dann leg ich meine Haende zart an deinen Koerper.
Dann kuess ich innig deinen weichen roten Mund.
Dann sag ich schweigend dir die letzten Dinge.
Dann bin ich ganz in dir und du in mir.

Dann kann uns nichts mehr trueben, nichts mehr trennen,
Weil wir nur eine Liebe, eine Seele, eine Wolke sind.
Zwei Lichter, die in einen Himmel brennen.
Ein Baum, ein Stern, der gute Abendwind.

Dann sind wir suendenlos und weise.
Dann ist kein Raum und keine Zeit.
Dann schweben wir so suess erfuellt und leise
In Gottes Urunendlichkeit.

Francisca Stoecklin   (1894 - 1931)


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