Von Herzen

Mit meinen Worten, schnell und weit,
Drückt’ ich Gefühls-Bruchstücke aus,
In Strophen formt’ ich mein Erzähl’n,
Schuf meinen Stil und Lebenshauch.

Von Natur nehm’ ich die Weiten,
Im Meer seh’ ich die Tiefe klar,
Sah einen Meteor dort gleiten,
Fand eine Saite in der Seel’ dar.

Seit Kindheit und in jedem Schritt,
Blühten Gefühle mir empor,
Die Schärfe meiner Worte schnitt
Wie ein Degen, traf manch Herz.

Die Jahre gingen, Verluste kamen,
Die Jugend verlor die Schnelligkeit,
Wir lernten, Fehler zu vermeiden,
Doch Liebe spielte in der Seele allezeit.

Nicht mehr Jugend, doch nicht Alter,
Reife ist eine weise Zeit.
Grau an den Schläfen, doch im Herzen
Leben Zittern, Spiel und Liebe weit.

Die Seele dünn wie Seidenfaden,
Zittert vor der Kälte im Wort,
Weiß, wie man in Zerbrechlichkeit liebt,
Und verliert sich nicht im Traum fort.

Mögen Hände und Augen müde sein,
Mögen Stürme und Winde vorübergehn,
In der Seele lebt ein Stern allein,
Die Liebe bleibt bei mir bis zum End’ bestehn

Evgeny Gribkov
2026
http://stihi.ru/2026/10/09/7136


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