Der Weg der Liebe

Ich schritt durch Stadt, in Nacht und Not,
Wo Lichter starben, Schatten zog.
Der Asphalt barg die Tage, tot,
Und Leere war's, die mich bewog.

Ich suchte Antwort, sucht' das Licht,
Wozu der Schmerz, wozu der Trug?
Doch konnt' der Geist mir leuchten nicht,
Solang die Seele zitternd schlug.

Der Morgen stand im Gras, im Blau,
Der Wald erschloss mir Stille, Ruh.
Ich hörte die Welt, sie lebt, genau,
Und trat in seinen Frühling zu.

Ich warf die Rüstung, Schminke, Stolz,
Verließ die Pflicht, den fremden Ort.
Hier Wald, der Tau — eins mit dem Holz,
Und jedes Blatt — der Erde Wort.

Das Leben lehrt uns, beide, frei,
Durch Tag, durch Trennung, Nebel, Nacht.
Verberg die Liebe nicht, sie sei
Gezeigt — zerbrich des Truges Macht!

Der Geist erkennt, die Seele klingt,
Nicht Matrix, nicht Screen — nur Wahn.
Wenn Liebe unsre Welt durchdringt,
Weicht Dunkel, Trug, die falsche Bahn.

Wir sind nicht einsam, hier im Schweigen,
Dein stiller Rhythmus — wir leben drin.
Und Wald, und Regen, Licht — sie zeigen:
Der Weg ist wahr — wir schreiten hin.

Евгений Грибков
сентябрь 2026 год
http://stihi.ru/2026/09/28/5164


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