Готтлиб Штолле. Стихотворения
Я гору одолел. Любовь взошла за мной.
Метнулся в пруд. Что тень плыла вослед она.
Бежал что духу. Та без отдыху и сна
меня блюдя то в хлад, то в дрожь, то в жаркий зной
топила. В безднах я таился, в тьме незрячих,
в надзвездной темноте крылами лепетал
от ража в ширь небес до сладостного плача–
и ощутил: любовь зрит насквозь, не слепа.
перевод с немецкого Терджимана Кырымлы
Dass der satz: Die Liebe ist blind;nicht richtig sey
Ich stieg auf einen fels, die Liebe stieg mir nach:
Ich sprung in eine bach, so schwam sie mir entgegen.
Ich lief und floh vor ihr aus aeusersten verm;gen,
Sie aber folgte mir durch alles ungemach.
Ich suchte zwar naechsthin in angelegnen hecken,
Wo dicke finsterniss‘ und grause tieffen sind,
Vor ihren augen mich auf ewig zu verstecken;
Lernt‘ aber ueberall: Die Liebe sey nicht blind.
Gottlieb Stolle (1673-1744)
Scherz-gedichte
Als ich und Chloris naechst im frischen gruenen spielten,
Und bey beqvemer lufft die mueden glieder kuehlten,
So traff sich ohngefehr, dass eine biene sass,
Und den beperlten thau von frischen rosen lass.
Ach! rieff ich: Wilst du mir nicht gleiche lust vergoennen?
Das wird, versetzte sie: wol nicht geschehen koennen.
Sehr wohl, Beliebtes Kind! fiel ich hier wieder ein:
Du kanst der rosen-knopff, ich will die biene seyn.
Gottlieb Stolle
(1673–1744)
Шутка
В траве зелёной кувыркались я да Хлоя,
и время охладиться б нам обоим,
как розу оседлавшая пчела
росу по капле нежно пролила.
Воскликнул я: —Ты не могла б того же
мне оказать, что бархоткой по коже?!—
Едва ли, так устала...—Ангел мой,
бутоном будешь– выглажу пчелой!
перевод с немецкого Терджимана Кырымлы
Одинокая пастушка Тирсу
О, на лугу цветущем в полдень летний
меня б, желанный, ты любовно встретил–
и я б с тобой в сирени пошутила,
мы бы ласкались, целовались мило;
сердца цветами оплетя, из крова
сведу тебя в свой домик архискромный,
где насладимся страстью звёздной ночью
и до зарниц друг дружку ущекочем...
Зефир цветок и травку сводит лаской–
целуются они, а я за сказкой
без милого тоскую одинока,
и луг мой сер, так выплакано око.
перевод с немецкого Терджимана Кырымлы
19. Gedichte
Die Sehnsuchtvolle Schaeferin
Mein Thyrsis! koennt ich dich auf diesen schoenen Auen,
Gleich in dem Augenblick an meiner Seite schauen,
Wie zaertlich wollt ich nicht mit dir im Gruenen scherzen,
Wir theilten Wort und Kuss, und zwey verliebte Herzen.
Ich baende dir gewiss den aller schoensten Strauss,
Und northigte dich darauf mit in mein Hirtenhaus,
Da wollten wir mit Lust der Liebe Blumen pfluecken,
Und bey dem Lesen uns sanft in die Wangen zwicken.
Hier kuesst sich Blum und Halm durch Zephyrs suesse Triebe,
Dies sollt ein Vorbild seyn von unsrer reinen Liebe,
Allein die Einsamkeit macht mich hier stum und bleich,
Wo nicht mein Thyrsis ist da gilt mir alles gleich.
Gottlieb Stolle (1673-1744)
Gedancken bey einem gemahlten
Cupido mit einer verloschenen fackel
Ist dir, o Liebe! doch die fackel ausgegangen:
Hat irgend Daphne dir den possen angethan?
Geh, zuende sie alsbald von ihren augen an!
Vielleichte kanst du noch dein hohes ziel erlangen;
Allein du folgest nicht, ich finde kein gehoer:
Du laessest dich den blitz in ihren augen schrecken;
Doch komme nicht zu mir, die fackel anzustecken,
Was asche worden ist, das giebt kein feuer mehr.
Gottlieb Stolle (1673-1744)
Размышления над изображением
Купидона с погасшим факелом
Кто Дафна та,.что пламя погасила?
Простя,.вернись зажечь от глаз её,
и новая любовь ещё споёт.
верни крылам утраченную силу
хоть молнией зениц... но замер ты:
смола в былом, а пепел не займётся,
и мне с тобой проститься остаётся
нежгущей ради долгой широты.
перевод с немецкого Терджимана Кырымлы
Von Lisetten, als sie sich nicht wollen
kuessen lassen
Mein! warum wehret sich Lisette,
Wenn man ihr oeffentlich ein kuessgen geben will?
Die antwort ist nicht schwer: Weil sie das suesse spiel
Viel lieber im verborgnen haette.
Gottlieb Stolle (1673-1744)
Недотрога Лизетта
Её весна ещё не лето.
В продлённом настоящем
с запрета поцелуи слаще –
им и противится Лизетта.
перевод с немецкого Терджимана Кырымлы
Litthauische Sage
Auf den dunkeln, naecht'gen Wolken
Sitzt Werpega, schaut und sinnt -
Wird ein Erdenkind geboren,
Knuepft sie Faeden an und spinnt;
Und in jeden Schicksalsfaden
Spinnt sie emsig Lust und Leiden,
Aber an des Fadens Ende
Gl;nzt ein Stern fuer jedes Kind
Wenn der Tod zwei Augen schliesset,
Reisst der Schicksalsfaden ab,
Und vom Himmel sinkt erbleichend
Dann ein heller Stern herab;
Neue Sterne knuepft Werpega
Wieder still an neue Faeden,
Schauet ernst aus naecht'gen Wolken
Auf die Wiege, auf das Grab.
Auguste Kurs
(1815-1892)
Литовская легенда
На облаках в задумчивом покое
Верпега неустанно ждёт и бдит.
Когда рождается дитя земное,
она прядёт ему судьбины нить
где радость, счастье, доброе и злое
везенье, слёзы, горе и беда,
всего по мере– бури да покоя,
а на конце– незримая звезда.
Как суждено живому, Смерть явится,
глаза закроет, нитку оборвёт,
падёт-сгорит заветная денница,
когда, никто не знает наперёд.
Дабы живые плакали и пели,
не ведал края живности завод,
Верпега ищет взглядом колыбели,
а Смерть могилам счёта не ведёт.
перевод с немецкого Терджимана Кырымлы
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