Der wunderbare Fluss

Оригинал: «Чудесная река»: (http://stihi.ru/2025/07/23/59)


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1
Die Pferdetreiber in der fruehen Morgenglut,
Im lila Dunst, der noch so kuehl und sanft verweilt,
Bevor er schmilzt in wilder Sommersonnenwut,
Sind zu der Quelle mit den Pferden schnell geeilt.

2.
Am Grund aus Zaubererz, so edel und voll Pracht,
Rinnt dieser Fluss von Helikons erhab'nem Sang.
Die Pferde trinken von dem Quell der Lebensmacht,
Und ruhn vom Lauf nun in ewig wildem Drang.

3.
Sie jagen durch die Welt, oft ohne Rast und Ruh,
Aus ihren Maehnen fallen Traeume, sanft und rein.
Dort fliegt nun Pegasus, schaut wildem Treiben zu,
Schenkt allen Sch;pfern dieser Erde Geisteschein.

Refrain:
Ein Fluegelschlag — und schon steht da der Dirigent,
Das neue Werk steht auf dem Notenpult bereit.
Es glaenzt des Malers ganz besonderes Talent,
Der lila Toene webt in seine Ewigkeit.

4.
Doch Neid ist wie ein Dorn im Garten der Genies,
Er waechst in Staedten und im kleinsten fernen Dorf.
Die Treiber schuetzen ihre Pferde vor dem Spiess,
Und sammeln Dornen in den grossen schweren Korf.

5.
Wenn nun die Herde ihren grossen Kreis vollbracht,
Kehrt sie zurueck zum Fluss, der allen wohlbekannt.
Ein jeder Treiber wirft den Sack bei stiller Nacht
Ins Wunderwasser, wo der Dorn zu Erz sich wandt.

Refrain:
Der Strom ist wie Kristall! Nur Traeume voller Licht
Fall'n aus den Maehnen, die wie Seide nun ergluehn.
Was von den Fluegeln Pegasus' als Tropfen bricht,
Wird Segen bringen, und die Welt wird herrlich bluehn.

6.
Du sagst: „Das gab es nie“, „Der Quell ist laengst versiegt,
Der einst entsprang aus Hippokrenes tiefem Schoss“?
Doch eine Feder, die mit Wassertropfen fliegt,
Fiel mir ins Fenster — und mein Dichten brach sich los.


Illustration: „Die Furt“ von Waleri Blochin


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