Франц фон Дингельштедт. Везер
Милей и краше остальных.
одна из рек родных, немецких:
дубы над нею видят сны
свои столетние из детских;
не Рейну ровница она,
не с Альп стремглавая грохочет
но тихо-мирно рождена
слияньем токов нежной мочи
в просторе средь пологих гор
от родников журчащих сладко,
и ничему не вперекор,
утеха нам, себе загадка,
в девичьей, лепетной мечте
меж пойм зелёных протекает
в цветной, поющей красоте
их синевою отражая...
... и эта юная река,
сама себе свой век обнова,
древней седого старика
и помнит подвиги былого.
Вдоль рва, остатка рубежа
в лесном, политом кровью лоне
орёл, бросаясь и кружа
терзал латинские колонны.
Великий Карл стальной рукой
над ней вознёс немецкий скипетр
своим даря живой покой,
чужим неся разор и гибель,
Европу тем пресотворяя
имперским знаменем развитым,
и кони франков в трёх морях
омыли пыльные копыта.
Река притоками полна,
что голубое древо жизни,
добра и памятна до дна,
а целый год себе кружится,
столетья долгие вертя–
монастыри, соборы, замки
вдоль берегов века спустя
картины писаные в рамке.
Пособница насущих дней,
напоминание о давнем,
всё шире, тише и видней,
что сон невесты на выда'нье
проста, невинна и чиста,
струится Везер на просторе
и сквозь скалистые врата
впадает в Северное море.
перевод с немецкого Терджимана Кырымлы
Die Weser
Ich kenne einen deutschen Strom,
Der ist mir lieb und wert vor allen,
Umwoelbt von ernster Eichen Dom,
Umgrurnt von kurhlen Buchenhallen.
Ihn hat nicht, wie den grossen Rhein,
Der Alpe dunkler Geist beschworen,
Ihn hat der friedliche Verein
Verwandter Stroeme still geboren.
So taucht die Weser kindlich auf,
Von Bergen traulich eingeschlossen,
Und kommt in traeumerischem Lauf
Durch gruene Au'n herabgeflossen.
So windet sie mit leisem Fuss
Zum fernen Meere sich hernieder
Und spiegelt mit geschwaetz'gem Gruss
Der Ufer sanften Frieden wider.
Doch hat sie in der Zeiten Flug
Gar manche gro;e Maer' erfahren,
Und ihre stille Woge trug
Viel Herrliches in grossen Jahren.
Sie sah in ihrer Waelder Schoss
Des Adlers Siegerfluegel wanken
Und von der deutschen Arme Stoss
Der ew'gen Roma Saeulen schwanken.
Und als mit fester Eisenhand
Held Karl den deutschen Zepter fuehrte,
Da war es, wo im Weserland
Sich manche Stimme maechtig ruehrte.
Da hoerte man des Kreuzes Ruf
Mit hellem Klang an den Gestaden
Und sah der Frankenrosse Huf
Sich in den nord'schen Wellen baden.
So meldet sie dir manchen Traum
Aus ihrer Vorzeit grauen Tagen
Und sieht dabei des Lebens Baum
Stets frisch an ihren Ufern ragen.
Es glaenzen in der lichten Flut
Der Kloester und der Burgen Truemmer,
Des Mondes Schein, der Sonne Glut,
Der Tuerme und der Segel Schimmer.
Und meerwaerts durch ihr Felsentor,
Durch immer wechselnde Gefilde
Stroemt sie die Wellen leicht hervor,
Wie jugendliche Traumgebilde;
In ihren Tiefen klar und rein
Hoerst du es seltsam wehn und rauschen
Und kannst bei stillem Abendschein
Der Nixe Wunderlied belauschen.
Franz von Dingelstedt
1867– 1881
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