Das letzte Blatt der Hoffnung

[Intro]
[Kaltes Klavier, Winterwind, tiefe Streicher]
Solang ich liebe...
Solang ich singe...

[Strophe 1]
Wenn überm Garten Dunkel friert
Und Laub sich auf die Wege legt,
Stehst du, späte Rose, hier,
Vom roten Lebenshauch bewegt.

In deinem Feuer seh ich sie,
Den Mund, die Angst, die stummen Fragen,
Und all das Glück, das mir entglitt,
Und Träume, die im Dunkel schlafen.

[Pre-Refrain]
Du bist kein Kelch, kein Blumenrot,
Du bist ein Zeichen aus der Ferne.
Ihr Blick war Feuer vor der Not,
Ein letzter Glanz verlorner Sterne.

[Refrain]
Brenn für mich, brenn in dieser Nacht,
Bewahr die Glut des jungen Mai.
Solang dein Feuer in mir wacht,
Ist sie noch hier, ist sie noch frei.

Die Jahre schlugen Türen zu,
Die Zeit ließ nur die Schatten stehen.
Doch dieses letzte Blatt der Hoffnung
Will nicht im kalten Wind vergehen.

[Instrumental]
[Schwere Gitarren, marschierende Trommeln, tiefe Synthesizer]

[Strophe 2]
Nicht Lüge, Stolz und nicht Verrat
Hat uns voneinander gerissen.
Das Schicksal sprach sein kaltes Wort,
Die Jahre haben uns verschlossen.

Doch tief in deiner roten Glut
Lebt noch die Wärme jenes Mai.
Mein Herz sagt leise in der Nacht:
Sie ist bei mir, sie ist noch frei.

[Pre-Refrain]
Nur einen Schritt, dann bebt die Zeit,
Dann muss sie vor mir rückwärts gehen.
Vielleicht ist nichts für uns vorbei,
Solang ich dich noch atmen sehe.

[Refrain]
Brenn für mich, brenn in dieser Nacht,
Bewahr die Glut des jungen Mai.
Solang dein Feuer in mir wacht,
Ist sie noch hier, ist sie noch frei.

Die Jahre schlugen Türen zu,
Die Zeit ließ nur die Schatten stehen.
Doch dieses letzte Blatt der Hoffnung
Will nicht im kalten Wind vergehen.

[Post-Refrain]
Brenn!
Gegen die Zeit!
Brenn!
Gegen das Eis!
Brenn!
Bis nichts mehr bleibt
Als unser Licht
In Dunkelheit!

[Bridge]
[Alle Instrumente brechen ab, nur Stimme und tiefer Herzschlag]
Der erste Frost legt Silberstaub
Auf dein Gewand aus dunklem Rot.
Mein Herz erkennt und glaubt es kaum:
Das letzte Hoffnungsblatt wird tot.

[Pause]

[Breakdown]
[Tiefer geflüsterter Gesang, industrielle Schläge]
Ein Blatt...
Ein Wort...
Ein Bild...
Ein Ort...

Ein Herz...
Ein Schwur...
Ein Licht...
Von ihr...

[Instrumentaler Aufbau]
[Massive Trommeln, verzerrte Gitarren, Streicher, wachsender Maschinenrhythmus]

[Strophe 3]
Am Morgen gibt der Garten dich
Dem Schnee, dem Schweigen und Vergessen.
Der Wind wird deine Blätter dann
Auf leere Wege niederpressen.

Doch deinen Weg zum Morgenlicht
Will ich nicht Tod und Ende nennen.
Was Liebe in die Seele schrieb,
Kann selbst im Winter weiterbrennen.

[Finaler Refrain]
Brenn in mir, brenn in dieser Nacht,
Viel stärker als der Frost im Mai.
Solang die Liebe in mir wacht,
Bist du bei mir, bist du noch frei.

Mag auch der Morgen alles nehmen,
Mag Schnee auf unsern Spuren liegen,
Die Liebe kann die Zeit nicht wenden,
Doch Zeit wird Liebe nie besiegen.

[Finaler Refrain, höher und gewaltiger]
Brenn in mir, brenn in dieser Nacht,
Bis selbst der dunkle Himmel schreit.
Solang mein Lied dein Bild bewacht,
Besiegt dein Licht die Einsamkeit.

Und fällt dein letztes rotes Blatt
Ins kalte Schweigen dieser Erde,
Bleibt deine Glut in meiner Brust,
Damit ich dich nie ganz verliere.

[Outro]
[Musik fällt plötzlich bis auf Klavier und Stimme zurück]
Solang ich liebe, lebst du weiter.
Solang ich singe, bist du hier.
Du bist noch nicht zu Ende gesungen...
Du brennst...
In mir...

[Ende]
[Ein tiefer Gitarrenakkord, metallischer Nachhall, Winterwind]


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