Insel

Ganz weit draussen, dort, wo das Meer beginnt, liegt eine Insel, an die sich kaum jemand entsinnt.
Kein Weg fuehrt hin, kein Mensch war jemals dort,
nur Wind und Wellen kennen diesen Ort.

Dort steht ein alter, silberner Baum,
so still und weit wie ein endloser Traum.
Seine Wurzeln ruhen tief im warmen Sand,
seine Zweige neigen sich zum stillen Land.

Schliess deine Augen, lass einfach alles los,
F;hl dich wie zu Hause, geborgen und famos.
Und der Wind singt leise sein Lied dazu:
„Alles ist gut… entspann dich in aller Ruh.“

Wenn oben schon die ersten Sterne steh’n,
kann man eine alte Schildkroete seh’n.
Ganz langsam kommt sie aus dem Meer an den Strand,ihr Panzer spiegelt die Sterne im warmen Sand.


Auf ihrem Panzer glitzert Sternenlicht,
so sanft, dass selbst die Dunkelheit zerbricht.
Sie legt sich nieder in den warmen Sand,
ganz nah beim Baum, am stillen Meeresrand.

Sie schliesst die Augen, atmet leis und sacht,
und ;ber ihr wacht nur die stille Nacht.

Schliess deine Augen, lass die Traeume los,
hier ist die Welt ganz friedlich, still und gross.
Und der Wind singt leise sein Lied dazu:
„Alles ist gut… entspann dich in aller Ruh.“

Die silbernen Blaetter fluestern ganz leis,
der Mond zieht ueber ihnen seinen Kreis.
Die Wellen kommen, wenden sich zur;ck,
getragen von ihrem ruhigen Takt, Stueck fuer Stueck.

Kein neuer Morgen muss hier hecktisch sein,
kein Augenblick verlangt, besonders zu sein.
Hier z;hlt kein Kalender, keine Uhr,
das Meer bewacht die Insel nur.

Und wenn ein kleiner Gedanke bei dir bleibt,
der noch ein wenig durch die Nacht dich treibt,
dann lass ihn ziehen, weit hinaus aufs Meer,
du wist ganz ruhig und gedankenleer...

Die Insel schlaeft…
das Meer wird leis…
der alte Baum
wiegt sich im Kreis.

Die Sterne wachen ;ber dich,
so fern… so sanft… so friedlich.

Und irgendwo dort am Strand
schlaeft die alte Schildkroete…
im warmen Sand.


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