Людвиг Уланд. Чёрный всадник
Вот и Троица святая–
всё поёт, цветёт, играет,
а старик король с балкона:
"Вот бы к власти
богатства и счастья
нам весны благое лоно!"
Реют флаги, барабаны
барабанят гостям званым;
на турнире королевич
вихря круче
рыцарей могучих
с сёдел валит одной левой.
Напоследок Чёрный рыцарь
выезжает биться с принцем.
"Кто Вы...?!"– "Чёрная потеха,
граф я первый,
ворон конь бесперый
Чёрного, дивитесь, Рейха."
Небо старясь посерело,
громыхнуло. Парень в белом
к первой сшибке словно в танце
вскачь по розам...
из седла да оземь
пал и сам не смог подняться.
В тронном зале пир и танец.
Королевну иностранец
приглашает– та идёт с ним,
и под скрипку
то замашисто, то липко
чёрт танцует словно косит,
скользко вьётся обнимая
подувядший цветик мая.
Гаснут свечи и зловеще,
сказочно нимало
в полумраке зала
чёрные доспехи блещут.
Молкнет скрипка тихой болью.
Начинается застолье.
Брат с сестрой бледны и жалки,
а отец-вдовец,
много лет не молодец
деток пуще шаткий-валкий,
с горькой болью им внимает.
Рыцарь чёрного вина им.
Випивают те и в дрожи
на груди отца–
пали разом два венца–
холодеют и неможут,
умирая длят истому.
Четверо их в зале тёмном.
"И меня бери
в Рейх, где нет зари!"–
"Юных прежде. Жди и помни".
перевод с немецкого Терджимана Кырымлы
Der schwarze Ritter
Pfingsten war, das Fest der Freude,
Das da feiern Wald und Haide.
Hub der Koenig an zu sprechen:
„Auch aus den Hallen
Der alten Hofburg allen
Soll ein reicher Fruehling brechen!“
Trommeln und Trommeten schallen,
Rothe Fahnen festlich wallen.
Sah der Koenig vom Balkone;
In Lanzenspielen
Die Ritter alle fielen
Vor des Koenigs starkem Sohne.
Aber vor des Kampfes Gitter
,Ritt zuletzt ein schwarzer Ritter.
„Herr! wie ist Eur Nam’ und Zeichen?“
„Wuerd’ ich es sagen,
Ihr moechtet zittern und zagen,
Bin ein Fuerst von grossen Reichen.“
Als er in die Bahn gezogen,
Dunkel ward des Himmels Bogen
Und das Schloss begann zu beben.
Beim ersten Stosse
Der Juengling sank vom Rosse,
Konnte kaum sich wieder heben.
Pfeif’ und Geige ruft zu Taenzen,
Fackeln durch die Saele glaezen;
Wankt ein grosser Schatten drinnen.
Er thaet mit Sitten
Des Koenigs Tochter bitten,
Thaet den Tanz mit ihr beginnen.
Tanzt im schwarzen Kleid von Eisen,
Tanzet schauerliche Weisen,
Schlingt sich kalt um ihre Glieder.
Von Brust und Haaren
Entfallen ihr die klaren
Bluemlein welk zur Erde nieder.
Und zur reichen Tafel kamen
Alle Ritter, alle Damen.
Zwischen Sohn und Tochter innen
Mit bangem Muthe
Der alte Koenig ruhte,
Sah sie an mit stillem Sinnen.
Bleich die Kinder beide schienen,
Bot der Gast den Becher ihnen:
„Goldner Wein macht euch genesen.“
Die Kinder tranken,
Sie thaeten hoeflich danken:
„Kuehl ist dieser Trunk gewesen.“
An des Vaters Brust sich schlangen
Sohn und Tochter; ihre Wangen
Thaeten voelllig sich entfaerben.
Wohin der graue,
Erschrockne Vater schaue,
Sieht er eins der Kinder sterben.
„Weh! die holden Kinder beide
Nahmst du hin in Ingendfreude:
Nimm auch mich, den Freudelosen!“
Da sprach der Grimme
Mit hohler, dumpfer Stimme:
„Greis! im Fruehling brech’ ich Rosen.“
Ludwig Uhland
1807
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