Suppenteich

Der Ofen piept, ich piepe nett zurueck,
Das ist moderne Kuechen-Kybernetik.
Die Sauce kocht, der Topf vibriert vor Glueck,
Und Pfannen tanzen pure Akrobatik.

Wir planen taeglich ganz professionell,
Und alles wird danach verwehrt vom Wind.
Hier dreht sich alles ploetzlich karussell,
Wenn wir im echten Kuechenwahnsinn sind.

„Heute wird’s ruhiger!“, sagt Chef ganz stolz,
Und wir tun so, als ob wir ihm vertrauen.
Doch ploetzlich splittert irgendwo das Holz,
Und wir beginnen, auf Instinkt zu bauen.

Der Schneebesen summt wie ein Bienenschwarm,
Ein wahrer Marathon im Kuechenraum.
Vielleicht wird sie besser. Vielleicht werd ich dumm.
Hauptsache, das Essen schmeckt drum herum.

Ach, das ist bestimmt nur wieder so ein Zeichen,
Erst brennt die So;e, dann das Brot im Ofen.
Doch wir gehn nicht, wir werden gar nicht weichen!
Wir laecheln drueber wie die Philosophen.

Laecheln und winken, tief durchatmen, ja!
Morgen erzaehlen wir, es war perfekt.
Die beste Kueche weit und breit, wunderbar,
Weil hinterm Chaos pures Leben steckt.

Da steht der Berg, das Waschbecken ist voll,
Ein Monument, als Kunstwerk wirklich toll.
Ich zieh die Schuerze aus, ganz sanft und weich,
Und verlass’ mit einem Grinsen diesen Suppenteich.


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