Пауль Герхард. Летний гимн
Погожей летнею порой
прекрасный мир душе открой–
господнее творенье,
тебе и мне сулят дары
сады богаты и щедры
в игре, труде, боренье.
Целя, уча и веселя,
живое празднует земля
вся в пёстром и зелёном;
с тобой и мной почти на ты,
роскошны травы и цветы
что ризы Соломона.
В зените жаворонка трель,
голубка вьётся на заре,
а вечер соловьиный,
сердцам открытым люб и мил,
очаровал и покорил
и сад, и всю долину.
На вязе аист свил гнездо;
домашней птице стол и дом
готов заботой нашей;
вдали невест зовя себе,
с хвостатым рыцарем в борьбе
олень рогами машет.
В кустах на пике бела дня
ручьи тенистые звенят
помимо птичьих трелей;
на пойменном лугу стада,
предмет пастушьего труда,
ждут наигрыш свирелей.
Гоня усталость и тоску,
спешит от цветика к цветку
пчела, шальная гостья;
от рос и ливня в гожий зной
иною сладостью земной
лоза питает гроздья.
За хлеб и свет, тепло , уют
и стар, и млад хвалу поют
Творцу земного чуда,
чтоб с юной зорьки до зари
что Он без устали творить,
почить и до побуда.
И я без отдыху до сна
радею к устали сполна
вослед деяньям Бога,
Отца благодаря за всё,
что случай ли, судьба несёт
то ласково, то строго.
На бедной матушке-земле
Господь, ты нам всего милей,
прекрасней и дороже,
позволь однажды сринув прах
с Тобой зажить на небесах
в лазурной, светлой ложе!
О, что за счастье и восторг
единожды навеки в срок
найтись в Саду христовом,
где ничему не вперекор
аллилуя серафий хор
выводит вновь и снова!
На вечный свет из краткой тьмы
я пел бы гимны да псалмы,
и пальмовые ветви,
в счастливых душ влияся строй,
пронёс престол минуя Твой
с молитвенным приветом!
Пока вино в моих мехах,
под игом плоти и греха
шаги к спасенью множа,
позволь по мере сил посметь
от широты сердечной петь
хвалу Тебе, наш Боже.
В зените солнечного дня
благослови, Господь, меня
жить летней благодатью,
вспитаться осенью златой,
снести худой зимы застой
и скинуть тело-платье.
Дай место Духу Твоему
в моём, наставничай уму,
как одному из первых–
приняв земную красоту,
в саду мирском да прирасту
и я плодами веры
души в открытой доброте
без устали и лени, с тем
обет прими мой вечный
Тебе и больше никому,
да выслужу на свет сквозь тьму
душе в раю местечко.
перевод с немецкого Терджимана Кырымлы
Sommerlied
Geh aus, mein Herz, und suche Freud
In dieser lieben Sommerzeit
An deines Gottes Gaben;
Schau an der schoenen Gaerten Zier
Und siehe, wie sie mir und dir
Sich ausgeschmuecket haben.
Die Baeume stehen voller Laub,
Das Erdreich decket seinen Staub
Mit einem gruenen Kleide;
Narzissus und die Tulipan,
Die ziehen sich viel schoener an
Als Salomonis Seide.
Die Lerche schwingt sich in die Luft,
Das Taeublein fliegt aus seiner Kluft
Und macht sich in die Waelder;
Die hochbegabte Nachtigall
Ergoetzt und fuellt mit ihrem Schall
Berg, Huegel, Tal und Felder.
Die Glucke fuehrt ihr Voelklein aus,
Der Storch baut und bewohnt sein Haus,
Das Schwaelblein speist die Jungen;
Der schnelle Hirsch, das leichte Reh
Ist froh und kommt aus seiner Hoeh
Ins tiefe Gras gesprungen.
Die Baechlein rauschen in dem Sand
Und malen sich in ihrem Rand
Mit schattenreichen Myrten;
Die Wiesen liegen hart dabei
Und klingen ganz von Lustgeschrei
Der Schaf und ihrer Hirten.
Die unverdrossne Bienenschar
Fleucht hin und her, sucht hie und dar
Ihr edle Honigspeise.
Des suessen Weinstocks starker Saft
Bringt taeglich neue Staerk und Kraft
In seinem schwachen Reise.
Der Weizen waechset mit Gewalt,
Darueber jauchzet Jung und Alt
Und ruehmt die grosse Guete
Des, der so ueberfluessig labt
Und mit so manchem Gut begabt
Das menschliche Gemuete.
Ich selbsten kann und mag nicht ruhn;
Des grossen Gottes grosses Tun
Erweckt mir alle Sinnen;
Ich singe mit, wenn alles singt,
Und lasse, was dem Hoechsten klingt,
Aus meinem Herzen rinnen.
Ach, denk ich, bist du hier so schoen
Und laesst du uns so lieblich gehn
Auf dieser armen Erden,
Was will doch wohl nach dieser Welt
Dort in dem festen Himmelszelt
Und gueldnen Schlosse werden!
Welch hohe Lust, welch heller Schein
Wird wohl in Christi Garten sein!
Wie muss es da wohl klingen,
Da so viel tausend Seraphim
Mit eingestimmtem Mund und Stimm
Ihr Halleluja singen!
O waer ich da, o stuend ich schon,
Ach, suesser Gott, vor deinem Thron
Und truege meine Palmen,
So wollt ich nach der Engel Weis
Erhoehen deines Namens Preis
Mit tausend schoenen Psalmen!
Doch gleichwohl will ich, weil ich noch
Hier trage dieses Leibes Joch,
Auch nicht gar stille schweigen;
Mein Herze soll sich fort und fort
An diesem und an allem Ort
Zu deinem Lobe neigen.
Hilf mir und segne meinen Geist
Mit Segen, der vom Himmel fliesst,
Dass ich dir stetig bluehe!
Gib, dass der Sommer deiner Gnad
In meiner Seelen frueh und spat
Viel Glaubensfruecht erziehe!
Mach in mir deinem Geiste Raum,
Dass ich dir werd ein guter Baum,
Und lass mich wohl bekleiben;
Verleihe, dass zu deinem Ruhm
Ich deines Gartens schoene Blum
Und Pflanze moege bleiben!
Erwaehle mich zum Paradeis
Und lass mich bis zur letzten Reis
An Leib und Seele gruenen;
So will ich dir und deiner Ehr
Allein und sonsten keinem mehr
Hier und dort ewig dienen.
Paul Gerhardt (1607 - 1676)
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