Gottfried Benn. Blaue Stunde

Готфрид Бенн. Синий час. 1950

I.
Я вхожу в  темно-синий  час -
Вот коридор, и замыкается цепь   на дверИ,
И  в комнате теперь лишь красный  губ окрас ,
Ваза поздних роз — и ты!

Мы оба знаем: те слова, что  прелестны,
Их  каждый  часто  другим шептал,
Меж нами —  они  неуместны,
И это всё,   финал.

Так   далеко зашло молчание,
И  тишины потоки меж стенами разлитЫ,
Час этот — без надежд и без страдания —
И   ваза поздних роз — и ты!

II.

Твоя глава уж  серебрится и  хочет скрыть печати  лет,
Меж тем  среди морщин
Приливы   страсти, пурпура цвет,
Из  памяти наследственной глубин.

Ты так бела, что кажется, вот-вот  погаснешь как звезда
Средь  снЕгов белизны
И мертво- бледных роз навеки, навсегда.   
И только на губах кораллы ,  как рана на лице видны.

Ты так нежна, ты  весть несёшь для нас.
О счастье  из паденья и  опасности
В сей синий, темно-синий час.
А был ли он останется в неясности.

III.

Тебя спрошу,  ты отдана другому,
Зачем  нам  эти поздние цветы?
Мечты уходят,  возврата нет к былому,
Когда есть: он, и я, и ты!

"Всё, что берет начало, имеет    окончание,
Что пережито, — кто помнит  точно жизни линии?
Цепь замыкается,  в  стенАх  царит молчание,
А там — просторы,  темно-синие".


Gottfried Benn. Blaue Stunde.

I

Ich trete in die dunkelblaue Stunde –
da ist der Flur, die Kette schliesst sich zu
und nun im Raum ein Rot auf einem Munde
und eine Schale spaeter Rosen – du!

Wir wissen beide, jene Worte,
die jeder oft zu anderen sprach und trug,
sind zwischen uns wie nichts und fehl am Orte:
Dies ist das Ganze und der letzte Zug.

Das Schweigende ist so weit vorgeschritten
und fuellt den Raum und denkt sich selber zu
die Stunde – nichts gehofft und nichts gelitten –
mit ihrer Schale spaeter Rosen – du.

II

Dein Haupt verfliesst, ist weiss und will sich hueten,
indessen sammelt sich auf deinem Mund
die ganze Lust, der Purpur und die Blueten
aus deinem angestroemten Ahnengrund.

Du bist so weiss, man denkt, du wirst zerfallen
vor lauter Schnee, vor lauter Blhuetenlos,
todweisse Rosen Glied fuer Glied - Korallen
nur auf den Lippen, schwer und wundengross.

Du bist so weich, du gibst von etwas Kunde,
von einem Glueck aus Sinken und Gefahr
in einer blauen, dunkelblauen Stunde
und wenn sie ging, weiss keiner, ob sie war.

III

Ich frage dich, du bist doch eines andern,
was traegst du mir die spaeten Rosen zu?
Du sagst, die Traeume gehn, die Stunden wandern,
was ist das alles: er und ich und du?

„Was sich erhebt, das will auch wieder enden,
was sich erlebt – wer weiss denn das genau,
die Kette schliesst, man schweigt in diesen Waenden
und dort die Weite, hoch und dunkelblau.“


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