Noch nicht zu sp t

Du bist ein Bild aus meiner fernen Jugend,
ein leiser Traum, der sanft vor;berzieht.
Ein Hauch von Liebe, zart wie Morgenschw;le,
der meine Seele still und warm durchgl;ht.

Dein Lieb – ein Windhauch aus den hellen Maien,
er streifte mich so sanft und voller Licht.
Ich lie; ihn zu, lie; mich von ihm befreien,
so leicht, so frei, fast ohne Widerstand und Pflicht.

In mir regiert ein s;;es, wildes Beben,
ein Rausch aus Z;rtlichkeit und stillem Gl;ck.
Und wenn sich manche Hoffnung nicht will heben –
die Liebe bleibt, sie kommt in mich zur;ck.

Das hei;t: Es ist noch lange nicht zu sp;t,
neu anzufangen, wieder zu vertrau’n.
Den Kopf zu heben, wenn der Himmel steht,
und Sterne suchend in die Nacht zu schau’n.

Die Seele jubelt, tr;gt den stillen Segen,
nimmt dankbar an, was ihr das Leben schenkt.
Die fl;cht’gen K;sse, zart wie Fr;hlingsregen,
sind wie ein Nektar, der die Sinne lenkt.

So kurze, helle Stunden voller Wunder,
ein Zauber, der die Welt in Schweigen taucht.
Die sanfte W;rme deiner leichten H;nde,
sie r;hrt mein Herz, wie Worte, die man kaum noch braucht.

Ich wei;: Die Begegnung war nur ein Zufall,
wir werden uns wohl nie mehr ganz versteh’n.
Doch war’s ein Gl;ck, die leise, s;;e Anmut
der stillen Tiefe deiner Welt zu seh’n.

Und als der Sommer langsam sich verneigte,
der Juli seine Glut verlor im Wind,
ber;hrte mich – in all dem Lauf der Tage –
ein goldner Strahl, so traurig und so lind.


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