die Zeit

[Strophe 1]
Nicht als Weise sind wir geboren,
Nicht jedem ist es Schicksal, Weiser zu werden.
Das Leben schwankt im Tummel und der Stille,
Die Zeit ertränkt alles, was ist, für immer.

[Refrain]
Unsere Zeit vergeht,
Der Fluss lässt sich nicht stillen.
Sein Kreuz zu tragen als Last,
Seinen Hügel zu finden — das ist nicht schwer.

[Strophe 2]
Wein und Saft fließen im gleichen Fluss,
In ihm schwimmt ein unsichtbarer Geist.
Er lockt uns heimlich, von hinten her,
Nicht Ziel, sondern unstillbarer Ruf.

[Refrain]
Unsere Zeit vergeht,
Der Fluss lässt sich nicht stillen.
Sein Kreuz zu tragen als Last,
Seinen Hügel zu finden — das ist nicht schwer.

[Strophe 3]
Auf dem Weg funkeln Leuchtfeuer,
Zwischen den Schritten schläft die Stille.
Sie schützt uns Sünder vor der Sehnsucht,
Flüstert in Tönen wie von Kindern.

[Refrain]
Unsere Zeit vergeht,
Der Fluss lässt sich nicht stillen.
Sein Kreuz zu tragen als Last,
Seinen Hügel zu finden — das ist nicht schwer.

[Strophe 4]
Der Weg ist ein zerbrochener Faden,
Ein Segel ist in die Hand genäht.
Wir steuern mit unserer eigenen Hand,
Das Leben brennt wie Feuer in Bewegung.

[Refrain]
Unsere Zeit vergeht,
Der Fluss lässt sich nicht stillen.
Sein Kreuz zu tragen als Last,
Seinen Hügel zu finden — das ist nicht schwer.

Евгений Грибков
http://stihi.ru/2026/06/29/7232


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