Heimatwurzel
Kein Abenteuer suchte ich, kein Schlaraffenland.
Ich schlug hier neue Wurzeln in den Boden dieser Welt.
Und wollte mich anpassen, den alten Schmerz verblassen.
Ich wollte alles richtig machen, Schritt f;r Schritt,
Doch dieses neue Leben zog mich einfach nicht mit.
Ich wollte meinen Kindern zeigen, wie man ehrlich baut,
Weil man nur dem vertraut, der einem in die Augen schaut.
Doch manchmal seh' ich jene, die nur mit dem Strom hier schwimmen,
Die nach den Fr;chten greifen, doch den Baum gar nicht erglimmen.
Sie bauen sich ein Kartenhaus aus L;gen und Vertr;gen,
Und wandern wie Gespenster auf zwei v;llig fremden Wegen.
Sie holen sich den Segen ab, doch wollen hier nicht bleiben,
Und lassen andere die Zeche f;r ihr Spielchen schreiben.
Sie nennen sich „die schlauen F;chse“, lachen in die Faust, w;hrend mir vor dieser Zukunft ohne Ehrlichkeit nur graust.
Man schl;gt doch keine Wurzeln auf zwei Wegen ;bers Land, und man wird kein Gewinner auf Kosten fremder Hand.
Wenn Hilfe zur Kulisse wird und Wahrhaftigkeit vergeht, dann br;ckelt das Fundament, auf dem das ganze Haus besteht.
Man redet viel von Krisen und das Geld wird langsam knapp, wir schuften bis zum Umfallen, bis zum allerletzten Tag.
Mit siebzig noch im Werkplatz, weil am Ende nichts mehr bleibt, weil eine fremde Hand die Rechnung f;r ihr Spielchen schreibt.
Man teilt so gerne Gaben aus und nennt sich gro; und reich, doch sieht nicht uns’re H;nde, m;d vom Schwei; im eig’nen Reich.
Wer gibt, muss erst mal haben, was er teilt mit gutem Sinn, sonst schwindet mit dem Gelde auch der letzte Rest Gewinn.
Wer mir erz;hlt, mein Nachbar w;r mein Feind, dem h;r ich gar nicht zu, ich suche keinen Streit im Land, ich suche meine Ruh.
Ich halte mich an den, der sagt: Komm mit, wir packen's an, weil man nur so als ehrlicher und freier Mensch leben kann.
Genug gejammert, weg den Frust, die ;rmel hochgerollt – ich mach das hier f;r mich und meine Kinder, so wie von uns gewollt!
Man kann nicht zwei Gewinner sein auf Kosten einer Hand,
Man schl;gt nicht tiefe Wurzeln in zwei Welten ;bers Land.
Ein gutes Land lebt nur von dem, was man auch ehrlich gibt, und nicht von krummen Wegen, wie man Paragraphen biegt.
Wenn alles nur Theater wird und Ehrlichkeit vergeht, bleibt bald kein Stein mehr auf dem Stein, der uns zusammenh;lt.
Ein bisschen Frieden suchen, hinterm Fenster in der Nacht,
Ich schaue auf das Leben, das man sich so m;hsam macht.
Ganz leise, ohne L;rm, ganz einfach, unbeschwert –
Weil man als Mensch im Leben halt doch am besten f;hrt!
Leben und leben lassen!
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