Durch den Riss

In dieses Meer aus bodenlosen Gef;hlen
st;rzte ich wie ein Vogel aus der H;he.
Die Wellen brachen wild, ein Sturm begann,
und mein Herz zerriss in Donner und in Wehe.

Ein rasender Wind fuhr durch mein Innerstes,
ein Wirbel, der die Seele auseinanderrei;t.
Wie eine Lebensflut am Abendhimmel
entl;dt er sich, von grellem Blitz durchkreuzt.

Ein elektrischer Strom jagt durch meine Adern,
ein Funkenflug, der jede Grenze sprengt.
Wenn du nur ahntest, wo im All der Punkt liegt,
an dem das Nervenzittern Welten lenkt.

Es schmerzt, wenn mein Fleisch und Blut
zum Sturm wird, der mich von innen bricht.
Du hast meine Welt f;r immer zerst;rt,
bis alles, was ich war, im Aschenregen starb.

Du warst ein Teil von mir, ein St;ck der Seele,
doch wurdest mir ein Blitz ins Herz hinein.
Und in den Rissen, wo die Worte rei;en,
bleibt nur die Spur von einem zarten Sein.

Und dennoch, durch den Sturm, durch all die Br;che,
wo meine Seele unter Windst;;en erbebt,
denk ich an dich nicht als an einen Feind,
sondern an den, der jeden Morgen in mir lebt.

Ich lasse los den Sturm, der mich zerst;rte,
lass ihn zu Regen werden, der die Wunden w;scht.
Ich w;hle nicht den Frost, nicht kalte Schatten —
ich w;hle Liebe, die das Herz nicht t;uscht.

Ich vergebe dir, ich richte dich nicht,
und jeden Tag bitt’ ich f;r dich vor Gott.
Ich hab die Kraft zu lieben — f;r dich
und w;nsch dir Gl;ck auf jedem Schritt.


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