Am Fenster, nachts

Am Fenster, nachts 
Даниил Лaзько в духе Генрих Гейне

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Die Gasse liegt im Dunkel, 
Ein Fenster hier, ein Licht; 
Der Mond haengt in den Wolken 
Und rueckt sein Angesicht.

Mein Zimmer ist nicht groesser 
Als noethig, dass ich wein'; 
Die Uhr trinkt meine Stunden 
Und schenkt mir Asche ein.

Ein Hund bellt nach dem Nichts hin, 
Ein Laden klappt im Wind; 
Ich denk', du gingst da unten, 
Wie wir gegangen sind.

Mein Tuch will sich schon heben, 
Da haelt die Hand und sieht: 
Es ist ein fremdes Maedchen, 
Das ohne mich vorueberzieht.

Der Mond tritt aus den Wolken 
Und sagt es ohne Spott: 
"Mein Freund, wer treu geliebt hat, 
Den lacht zuletzt sein Gott."

Ich loesche meine Kerze, 
Die Stadt schlaeft tief und breit; 
Mir bleibt zur stillen Liebsten 
Die Nacht und ihr Geleit.

Sie legt mir ihre Finger 
Aufs Aug', und das ist gut - 
Wem keine Thraene bleibet, 
Dem weint die Nacht im Blut.


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