Нарцисс и Лесное Зеркало. II. Волшебная Сказка. DE
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Narzisse und der Waldspiegel. II.
Fortsetzung des Maerchens
Fuer kleine Kinder
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An einem sonnigen Morgen wanderte ein kleiner Junge namens Heinrich zu weit in den Wald, waehrend er Schmetterlingen nachlief. Er sah sich um, aber sein Haus konnte er nicht mehr sehen. Heinrich fuehlte sich aengstlich und setzte sich am Waldsee nieder, wischte sich die Traenen aus den Augen.
Ploetzlich bemerkte er in der Naehe eine wunderschoene Blume, die sanft leuchtete. Es war Narzisse, die magische Blume, die mit einem zarten Licht strahlte.
- Warum bist du traurig, kleiner Junge? - fragte Narzisse mit einer freundlichen Stimme.
Heinrich blickte auf.
- Ich habe mich verlaufen, - sagte er. - Ich kann den Weg nach Hause nicht finden. Ich moechte zu Mama und Papa zurueck!
Narzisse laechelte.
- Mach dir keine Sorgen, Heinrich. Der Waldspiegel kann uns helfen!
Er wandte sich dem See zu, der ruhig wie ein Spiegel dalag.
- O weiser Waldspiegel, - sagte Narzisse, - zeige bitte Heinrich den Weg nach Hause!
Der See begann mit winzigen Lichtern zu funkeln, und ein leuchtender Pfad erschien auf dem Wasser - wie ein goldener Faden, der durch die Baeume fuehrte.
- Schau! - sagte Narzisse. - Folge diesem Licht, und es wird dich geradewegs nach Hause bringen!
Heinrichs Augen wurden gross vor Staunen.
- Wow! - rief er.
Er sprang auf und lief dem goldenen Licht entlang. Die Baeume schienen ihm zum Abschied zu wedeln, und die Voegel sangen ein froehliches Lied.
Bald sah Heinrich sein Haus! Seine Eltern warteten draussen, sie sahen besorgt aus. Als sie ihn sahen, rannten sie, um ihn zu umarmen.
Heinrich wandte sich zum Wald um und winkte.
- Danke, Narzisse! - rief er laut.
Zurueck am See fuehlte Narzisse sich sehr gluecklich. Er wusste, dass seine Magie nicht nur dazu da war, zu leuchten - sie war dazu da, Freunden zu helfen!
Von diesem Tag an kamen alle, die sich verlaufen oder traurig fuehlten, zum Waldsee. Hatten sie ein freundliches Herz, zeigte der Spiegel ihnen, was sie brauchten: einen Weg nach Hause, ein verloren gegangenes Spielzeug oder einfach nur ein Laecheln, das sie aufheitern sollte.
Einmal kam ein alter Mann zum See. Er sah muede und ein wenig traurig aus.
- Ich wuenschte, ich waere wieder jung, - seufzte er.
Narzisse beugte sich zu ihm und fluesterte:
- Du musst nicht jung sein, um wunderbare Dinge zu tun. Schau in den Spiegel - du bist weise und stark und kannst anderen helfen. Das ist auch Zauber!
Der alte Mann laechelte.
- Du hast Recht! - sagte er.
Er fuehlte sich gluecklicher und ging davon, vor sich hin summend.
So halfen der Waldsee und Narzisse weiterhin allen. Sie lehrten alle, die kamen:
- Sei mutig, sei freundlich und hoere auf dein Herz. Dein eigenes Wunder lebt in dir!
Und wenn du je in einer mondhellen Nacht in der Naehe des Waldsees spazierst, koenntest du das sanfte Leuchten von Narzisse sehen und ein sanftes Fluestern hoeren:
Und der Waldspiegel wird immer dein treuer Waechter bleiben - er wacht ueber dich mit Licht, Guete, unerschuetterlichem Glauben, heller Hoffnung, unendlicher Liebe und dem Zauber wahrer Wunder.
12. April 2026
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