Marion Poschmann - Empire of Flora nach Cy Twombly
Empire of Flora
(„In Arkadia ego“, nach Cy Twombly)
wenn wir in Bluete stehen, huschende rosa
Strumpfhosen, leibeigene Symptome
ich war ganz mit Staub bedeckt,
war wie betaeubt mit Kamillenwirkstoff, noch
stundenlang anhaltend Rausch und
Gebrechen. farewell. fahr hin. so der Regen
unser Glueck fortspuelt
muss weichen leichter Traum
muessen blinzeln
Lichtfluechter wir
die inneren Himmel
blendeten uns
Марион Пошманн
Империя флоры
("В Аркадии эго", по Саю Туомбли)
как все мы посреди цветов
мелькаем розовыми колготами,
закабаления симптомами,
я тоже вся была в пыльце
и будто одурманена пупавкой
в часами длящемся опьяненьи.
прощай. последуем туда,
где счастье наше смоет дождь,
дав место мягким снам,
в которых мы, как беглые,
слепимы собственными
внутренними небесами
+
Marion Poschmann:
"Waehrend ich an diesem Zyklus gearbeitet habe, „In Arkadia ego“, habe ich sehr viele Bilder von Twombly angesehen und diese Twombly-Atmosphaere hat mich begleitet waehrend der Verfassung der Texte... Fuer mich ist daran das Spezifische gewesen, das Verschwebende, Fluechige auch Spontane, das aber nie beliebig ist. Es werden immer Spuren erzeugt, diese werden wieder getilgt oder stehen gelassen und dadurch gibt es nie eine festgelegte Bedeutung. Es wird zwar eine Gegenstaendlichkeit evoziert, aber nie dahin gefuehrt, dass ein Objekt auch erkennbar ist. Unschaerfe und Vagheit... Es ist eher ein atmophaerischer Bezug und auch etwas Aehnliches in der Struktur, so weit man das uebertragen kann. Es gibt ja Verfahren, die in der bildenden Kunst den gleichen Namen haben: Collage, Montage, Bricolage. Das macht man in der Poesie auch. Eher so bin ich an die Sache herangegangen, dass ich mit Spuren und Fragmenten gearbeitet habe. Dinge zusammengesetzt, die sich wieder aufloesen, bevor etwas Festes da ist."
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