Stammheim zu Babel Instrumentalisierung der Toten
Tod und Gemeinschaft. Die politische des deutschen Linksterrorismus 1971–1977
Kevin Lenk | Bibliothek f;r Zeitgeschichte in der W;rttembergischen Landesbibliothek
Beitragsreihe
Die Geschichte des deutschen Linksterrorismus ist ohne die politische Instrumentalisierung der Menschen, die in dem Kampf zwischen den selbsternannten „Stadtguerilla“;Gruppen und dem Staat zu Tode kamen, nicht zu verstehen. Politiker, Medien und die radikale Linke stritten sich sowohl um die Opfer als auch um die toten Terroristen und fragten, wie ihr Vermaechtnis zu bewerten sei. Dr. Kevin Lenk untersucht in seinem Buch diese Deutungskaempfe und zeichnet nach, wie die Toten zu Helden, Maertyrern oder Feindbildern gemacht wurden. Er fragt, welche Auswirkungen die Instrumentalisierung der Toten auf den Konflikt selbst sowie die Entwicklung der politischen Kultur der Bundesrepublik hatte.
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