Verzeih das Leben, das uns brach
doch f;hlst das Leben auf deine Weise.
Ich gab mich dir — bedingungslos und schlicht,
und nun wein’ ich auf der stillen Reise.
Verzeih, mein Guter, jene Zeit,
die dich gebrochen, schwer gemacht hat.
Verzeih den Weg voll Dunkelheit,
wo unser Schicksal still gelacht hat.
Ich leb. Ich geb. Ich sterb. Ich komm
in deine Tr;ume leis gezogen.
Ich lieb dich — such den Weg dir fromm,
sei mild, sei gro; und unbetrogen.
Ich lieb dich — such den Weg dir fromm,
sei mild, sei gro; und unbetrogen.
Ich glaub: Du findest deinen Strom
von Liebe, Hoffnung, stillen Wogen.
Ich denk an Tage, Hand in Hand,
wo Lachen uns die Welt vergr;;erte.
Und N;chte, wo in einem Brand
die gleiche Glut uns beide f;rderte.
Mal war es Licht — wie erster Schnee,
mal Dunkelheit — wie tiefe Gr;nde.
Doch trag ich warm die Zeit in mir,
wo wir noch jung — im gleichen Bunde.
Ich will bewahren, was uns trug,
was heilte, sch;tzte, uns umh;llte.
Die Schmerzen zieh’n — ich wart’ genug,
ich will, dass Frieden uns erf;llte.
Verzeih mir jeden harten Ton,
die Blindheit, Sturheit meiner Jahre.
Verzeih, wenn ich — wie ein Kanon —
dich traf mit Worten, scharfen, klaren.
Und ich verzeih dir ebenso
die Tage, wo du kalt geworden,
wo G;te fehlte irgendwo,
wo Liebe fror in deinen Worten.
Wir fielen beide manches Mal,
wir gingen so, wie wir’s verstanden.
Das Leben brach uns ;berall,
und Jahre flogen wie die Wanden.
Nun geh — dein Weg sei hell und frei,
sei klar, sei sanft, sei unbeschwert.
Und m;ge Frieden dir dabei
den Sinn erf;llen, der dich n;hrt.
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