Unvollstaendiges Warten auf den Fruehling
Die Welt ist deshalb friedlich und klar.
Glück, Träme Zuversicht – im Vornvereinen.
Doch du bist traurig, nimmst die Freude nicht wahr.
In Wintergedanken bist du noch versunken,
Die Schultern frösteln, hängen schwer herab.
Von Schwermut, Schlaf und Melancholie trunken,
Läufst du dem Lenz nicht voller Hast entgegen ab.
Der Wärme wirst du dich gewiss erfreuen,
Wenn sie erst kommt und herrscht mit milder Macht.
Dann gibt es keinen Weg zurück, den Reuen.
Doch bis dahin – bleibt deine Seel’ in tiefer Nacht.
Der Frühling kommt, trotz böser Vorbedeutung.
Bricht Fesseln auf, löst jedes Leid im Nu.
Das Warten wird zur leichten Vorbereitung.
Und Träume finden keine Grenzen, keine Ruh’.
2008
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