Карл Заутер. Слова, слова, слова...

Слова, слова, слова...
(из "Гамлета")

Нервно умствуя и чудя,
языки наперевес
всё и вся судачат, судят
напуская мглу словес.

Много звонких– мало мудрых
сто шутов– один мудрец:
пелена словесной пудры
душам застит свет небес,

думы мёртвых воскрешая,
кормит помыслы живых,
манит, путает, решает,
сделанному порет швы,

отзывается поступком
или поступь тормозит,
 язычок, вертящий ступкой,
стимул или паразит.

Связи, скрепы, резы, клинья,
терния и лепестки
глиной, мёдом и полынью
с уст, скрижалей,.со строки,

а на одре и пред казнью
крайне веские слова
остальных корят дразнят:
слово больше, чем молва.

Слово весом обначаля,
рёк Господь: "Да будет свет!"–
тьме безмолвья и печали
укоризна и завет.

Даром делу застя солнце
словеса наводят тень,
ой ли рой в одно сольёся
божье Слово в Судный день?

перевод с немецкого Терджимана Кырымлы




Worte, Worte, Worte
(Hamlet)

Alles plaudert, alles richtet
Ueber Wissenschaft und Kunst,
Und der Worte Hauch, verdichtet,
Bildet sich zum Nebeldunst.

Spricht Gedanken aus ein Weiser,
Gross und herrlich wie die Welt,
Kluegeln Worte, dumpf und heiser
Und die Geister sind erhellt.

Spricht ein Mime von der Buehne
Einer Dichterseele Glut,
Streiten Worte sich zur Suehne
Fuers vergessne Herzensblut.

Hat Gesellschaft lange Weile,
Stockt der Kraftgedanken Gruss,
Setzt das Wort in Windeseile
Traege Massenschicht in Fluss.

Wankt die Tugend schwach und faellig
Aus der Seele Trauerhaus,
Blasen Worte frohgesellig
Ihr den letzten Odem aus.

Braucht der Falsche Trug und Luege
Zu des Guten Pein und Qual,
Glaetten Worte seine Zuege
Zu der Tugend Ideal.

Liegt ein siecher Mensch im Sterben,
Schloss er mit dem Leben ab,
Stehen wortreich schon die Erben
Um ein frischgeoeffnet Grab.

Worte sind die zaehen Kletten,
Klammernd sich an unsern Geist,
Worte sind die Eisenketten,
Wenn die Welt in Stuecke reisst.

Als der Schoepfer schuf die Erde,
Sprach sein Wort: »Es werde Licht!«
Doch dem grossen Wort: Es werde,
Gaben Worte erst Gewicht.

Und der Worte Laenderplage
Dauert wohl Aeonen fort,
Bis sie einst am letzten Tage
Kommen selber nicht zum Wort.

Karl Willibald Ferdinand Johann Sauter (* 6. Mai 1804 in Werfen, Herzogtum Salzburg; † 30. Oktober 1854 in Hernals, Wien)


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