Top 10 Redewendungen mit schneiden

Top 10 Redewendungen mit schneiden – Bedeutung & Beispiele
Kategorie: Redewendungen
Redewendungen, Verb aufschneiden, Zeitwort schneiden
10 Redewendungen mit dem Verb schneiden
Hier findest du: Top 10 Redewendungen mit schneiden – Bedeutung & Beispiele

Redewendungen wie „sich ins eigene Fleisch schneiden“ oder „auf Messers Schneide stehen“ geh;ren zu den eindrucksvollsten Bildern der deutschen Sprache. Sie zeigen, dass das Wort „schneiden“ weit mehr bedeutet als nur einen k;rperlichen Schnitt.

In diesem Artikel stellen wir die 10 bekanntesten Redewendungen mit dem Wort „schneiden“ vor – und erkl;ren ihre Bedeutung sowie ihren Gebrauch im Alltag. Diese Ausdr;cke beschreiben ganz unterschiedliche Situationen: von Selbstschaden und gef;hrlicher Spannung bis zu ;berheblichkeit, Spott oder klarer Ablehnung.


Top 10 Redewendungen mit schneiden - Bedeutung & Beispiele

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1. Sich ins eigene Fleisch schneiden
Bedeutung: Sich selbst schaden, oft unbeabsichtigt durch eigenes Verhalten.

Herkunft: Urspr;nglich ein Bild aus der K;che oder vom Schlachten – wer unachtsam ist, verletzt sich selbst. Im ;bertragenen Sinn bedeutet es: Man tut sich durch eine Handlung selbst weh.

Anwendung: „Wenn du deinen Kollegen beim Chef schlechtmachst, schneidest du dir ins eigene Fleisch.“

 

2. Alte Z;pfe abschneiden
Bedeutung: Die Redewendung „Alte Z;pfe abschneiden“ meint veraltete Gewohnheiten oder ;berholte Strukturen beenden.

Herkunft: Fr;her galt der Zopf als Zeichen alter Ordnung. In Revolutionen – etwa der Franz;sischen – wurde das Abschneiden von Z;pfen zum Symbol des Neuanfangs.

Anwendung: „Mit dieser Entscheidung schneidet das Unternehmen endlich alte Z;pfe ab.“

 

3. Auf Messers Schneide stehen
Bedeutung: In einer ;u;erst kritischen, ungewissen Situation sein.

Herkunft: Die Schneide eines Messers ist schmal – auf ihr zu stehen bedeutet, dass ein kleines Ungleichgewicht den Ausschlag gibt.

Anwendung: „Das Spiel stand bis zur letzten Minute auf Messers Schneide.“

 

4. Worte schneiden tiefer als Messer
Bedeutung: Verletzende Worte k;nnen mehr schaden als k;rperliche Wunden.

Herkunft: Diese Redewendung hebt die Macht der Sprache hervor – ein bitteres Wort bleibt oft l;nger im Ged;chtnis als eine sichtbare Wunde.

Anwendung: „Was sie ihm sagte, traf ihn hart – Worte schneiden tiefer als Messer.“

 

5. Ein zweischneidiges Schwert

Bedeutung: Eine Sache, die sowohl Vorteile als auch Nachteile mit sich bringt.

Herkunft: Ein zweischneidiges Schwert trifft beim Zuschlagen in beide Richtungen – so ist auch der doppelte Effekt gemeint.

Anwendung: „Die neue Technologie ist ein zweischneidiges Schwert – sie hilft, aber macht auch abh;ngig.“

 

6. Nicht aus den Rippen schneiden k;nnen
Bedeutung: Etwas nicht aus dem Nichts erschaffen k;nnen.

Herkunft: Biblisches Bild: Eva wurde aus einer Rippe Adams geschaffen. In der Redewendung bedeutet es aber, dass etwas nicht einfach so hervorgebracht werden kann.

Anwendung: „Ich kann das Geld nicht aus meinen Rippen schneiden!“

 

7. Jemanden schneiden
Bedeutung: Jemanden bewusst ignorieren oder ausgrenzen.

Herkunft: Im h;fischen oder gesellschaftlichen Kontext bedeutete es, jemanden „nicht zu kennen“ – bewusst an ihm vorbeizugehen.

Anwendung: „Seit dem Streit schneiden sie sich auf dem Flur.“

 

8. Eine Grimasse schneiden
Bedeutung: Einen bestimmten Gesichtsausdruck machen, meist grimmig, sp;ttisch oder verzogen.

Herkunft: Urspr;nglich theaterbezogen – durch Mimik wurde eine Rolle dargestellt. Heute auch unwillk;rlich als Reaktion auf Ekel, Schmerz oder Wut.

Anwendung: „Als er den Brokkoli sah, schnitt er sofort eine Grimasse.“

 

9. Da hast du dich aber geschnitten!
Bedeutung: Du irrst dich gewaltig oder hast dich verrechnet.

Herkunft: Umgangssprachlich – das „Schneiden“ steht hier bildlich f;r einen gedanklichen Fehler oder einen Griff ins Leere.

Anwendung: „Wenn du denkst, ich mache das nochmal – da hast du dich aber geschnitten!“

 

10. Wer sein Messer wetzt, kann sich schneiden
Bedeutung: Wer st;ndig angreift oder kritisiert, schadet sich dabei oft selbst.

Herkunft: Das Bild stammt aus dem Alltag: Wer ein Messer sch;rft, l;uft Gefahr, sich daran zu verletzen. ;bertragen hei;t das: ;bertriebene Vorbereitung auf Angriff geht oft nach hinten los.

Anwendung: „Er wollte den anderen blo;stellen, aber fiel auf – wer sein Messer wetzt, kann sich schneiden.“


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