Ich werde l nger leben

Ein Gr;nlandhai im arktisch kalten Meer
lebt vier Jahrhunderte – und f;rchtet nichts mehr.
Er gleitet tief, wo still die Wasser ruhn,
beherrscht die Zeiten – nichts hat mit ihm zu tun.

Der Seeigel und die gro;e Schwester dort,
die Schildkr;te – sie kennt kein kurzes Leben fort.
Zwei hundert Jahre zieht sie leis dahin,
w;hrend Generationen kommen, gehn und ziehn.

Doch wir, obwohl wir Zeiten klar verstehn,
wir leben nur Momente, die schnell vergehn.
Ein Muschelwesen ;berdauert uns ganz leis,
doch Menschenherzen tragen Schmerz und Flei;.

Die Sequoia sieht, wie Epochen vergehn,
tausend Jahre sind f;r sie nur ein Hauch im Wehn.
Und unser Weg ist schwer und voller Staub,
als w;ren wir aus Asche, Wind und Traum gebaut.

Doch Gott hat uns nicht f;r den Tod gemacht,
Er schrieb die Ewigkeit in unsre Kraft.
Hier auf der Erde, unter Himmelslicht,
erwarten Wunder uns – sie t;uschen nicht.

Ich leb viel l;nger als die alte Muschel dort,
vergess die Trauer, all den Schmerz sofort.
Der Sch;pfer sprach – und eines Tages dann
beginnt das Leben, das kein Ende kennen kann.

Ich wei;, ich leb l;nger als Tiere und Meer,
l;nger als W;lder und Jahrhunderte schwer.
Wenn Erde erneuert wird, Leid nicht mehr ist,
leb ich hier f;r immer – im Frieden, im Licht.


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