Durch das Wort schuf Gott die Erde
Und den Himmel schuf Er auch,
Denn Er sprach mit Macht: Es werde!
Ewig ist es Gottes Hauch!
Mensch und Tier, und alles Wesen
Schuf Gott, denn Er ist der Herr.
Niemand ist vor Ihm gewesen.
Ja, die ganze Welt war leer.
Sonn und Mond, und alle Sterne,
Alle schön an ihrem Ort,
Die uns leuchten aus der Ferne,
Schuf der Herr nur durch Sein Wort.
Gut war alles, gut geworden,
Auch der Mensch nach Gottes Bild.
Und Gott schuf aus seiner Rippe
Eine Frau, so zart und mild.
Schön war sie, mit langen Beinen,
Glücklich war der Mensch mit ihr.
Und der Herr war mit den beiden,
Sie waren der Erde Zier.
In dem Garten Eden lebte
Dieser erste Mensch mit Frau,
Und mit Gott, dem Herrn, und strebte,
Ihm zu folgen ganz genau.
Alles dürften Sie dort essen,
Jede Frucht von jedem Baum,
Doch dann haben sie vergessen
Gottes Wort und gaben Raum
In ihr reines Herz der Schlange.
Sie verführte sie sogleich.
Und es dauerte nicht lange,
Denn sie war an Arglist reich.
Und sie aßen von dem Baume
Der Erkenntnis Bös‘ und Gut,
Und geraten selbst in Staunen.
Das Vertrauen war kaputt.
Furcht hat sie dort überfallen,
Denn sie merkten, sie sind nackt!
Und sie schämten sich, vor allem
Vor einander, das war Fakt.
Und sie nahmen Feigenblätter,
Schürzen machten sie sich draus.
Herrlich warm war dort das Wetter,
Garten Eden war ihr Haus.
Und Gott rief: wo bist du, Adam?
Sie versteckten sich sogleich!
Ich bin nackt, – sprach er mit Schrecken
Hinterm Buch, im Gottes Reich.
Hast du nicht vom Baum gegessen,
Von dem ich dir hab gesagt?
Ja, die Frau gab mir von dessen
Frucht, ich aß. Ich hab versagt!
Mich verführte doch die Schlange! –
Sprach die Frau, – hab nicht gedacht,
Jetzt ist beiden uns ganz Bange.
Gott rief: Was habt ihr gemacht!
…Und er trieb sie aus dem Garten
Ja, von seinem Angesicht,
Diese zwei, so jungen zarten,
Und sie weigerten sich nicht.
Gott sprach: Schwer wird es dir gehen,
In dem Schweiße des Gesichts
Wirst du dir das Brot selbst säen
Und es ernten. Sonst kommt nichts.
Zu der Frau sprach Gott: In Schmerzen
Wirst gebären du ab jetzt…
Ehren deinen Mann und herzen,
Und dein Herz wird sein verletzt.
Zu dem Mann wirst du Verlangen
Haben stets dein Leben lang
Und nach ihm dich immer bangen,
Stark wird sein dein Liebesdrang.
Er soll Herrscher sein auf Erden
Über dich, so soll es sein!
Mehret euch, so wird ihr werden
Auf der Erde nicht allein.
…Dann gebar die Frau den Kain,
Ihren allerersten Sohn.
Und den zweiten Sohn, den Abel,
Sich für allen Scham zum Lohn.
…Es begab sich eines Tages
Als sie opferten dem Herrn,
Da erschlug den Abel Kain
Auf dem Felde, das nicht fern.
Gott sah an das Opfer Abels,
Doch des Kains Opfer nicht.
Finster ward das Herz wie abends
Und er senkte sein Gesicht.
Doch, Gott sah all das Vergehen,
Sünde kam ins Menschenherz
Und er musste weit weggehen.
Groß war ihrer Mutter Schmerz!
…Ja, seitdem herrscht Sünd‘ auf Erden,
Doch Gott gab als Opfer Sich.
Und uns, die wir glauben werden,
Lässt Er sicher nicht im Stich.
Ewig leben darf der Sünder,
Der von Herzen Buße tut
Und dann werden Gottes Kinder,
Durch das heil‘ge Christi Blut.
Heute noch ruft Jesus: Komme!
Ich bin selbst dein Opferlamm.
Deine Sünd‘ hab ich genommen
Mit mir auf den Kreuzes-Stamm.
Komm zu Ihm und nicht versäume,
Der du noch in Sünden bist.
Viele Wohnungen und Räume
Sind dort, bei dem Jesus Christ.
Heute bist du noch am Leben,
Morgen… ob es kommt, wer weiß.
Gott will deiner Seele geben
Heute noch den Gnadenpreis.
11.01.2026
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