Эрнст Вихерт. Вечер

Вечер

Вечер за столами ещё светел,
но взошла холодная луна,
и во сне уже лепечут дети,
а тебе в дорогу не до сна:

в темноту ступаешь под луною
за спиной погасли огоньки–
вдалеке чей голос непокоит,
кто зовёт –тебя ль?
сквозь тьму тоски.

Но зажглись безсчисленные звёзды,
но текут в долину родники–
и тебе в дорогу блещут грозды,
ручейки журчат– невелики.

И твоя дорога легче к низу–
верь в неё: на утренней заре
примет и
тебя Его десница–
приласкать, утешить, обогреть.

перевод с немецкого Терджимана Кырымлы




 
 
So am Abend

So am Abend nochmals aufzubrechen,
waehrend alles doch nach Hause geht,
und die Kinder schon im Traume sprechen,
und die Sichel schon am Himmel steht.

So allein ins Dunkle nun zu schreiten,
hinter dir erlischt das letzte Licht,
eine Stimme ruft dich aus den Weiten,
und du weisst nicht, was die Stimme spricht.

Aber ueber dir siehst du ergiessen
Stern an Stern sich golden, ohne Zahl,
und du hoerst die Quellen lauter fliessen,
und sie fliessen alle still zu Tal.

Glaub' auch du dem Wege, der sich neiget
gleich dem Wasser, das zu Tale faellt,
bis im Morgenrot die Hand sich zeiget,
die wie eine Mutterhand dich haelt.

Ernst Wiechert
Aus der Sammlung Die letzten Lieder


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