Рихард Демель. Преображённая ночь

Преображённая ночь

Ноябрьким лесом пара вдаль;
луна над ними— не медаль—
вослед над рослыми дубами;
ни тучки, звёздное горит—
лес его макушками, лбами...
вдруг та ему и говорит:
— Грешна, не от тебя дитя
ношу под грубым сердцем я:
так нелегко жилось, что счастье
забыоа я и не ждала—
и без любви далась чужому:
не в стену лбом, так в омут;
и, не'долга, судьбины месть—
любовь с тобой, да смыта честь...

Она ступает круто, тяжело—
луной сознанье повело;
её пьянит манящий свет.
Мужчина женщине в ответ:
 — Дитя не грех: душа твоя
светла, безгрешна по края
как белый свет. Смотри, всё блещет,
зовёт в грядущее, вперёд!
А мы— студёнфм морем вброд,
пока тепло внутри трепещет—
дитя им просветлеет, вышним.
Его ты от  м е н я   родишь  н а м:
моё в тебе, твоё во мне.
Ты просветлела мной, меня
любовью, детку, сохраня...

Он хвать её за крепость бёдер.
Шагает пара мощно, бодро
сквозь ночь к высоким, светлым дням.

перевод с немецкого Терджимана Кырымлы


Verklaerte Nacht

Zwei Menschen gehn durch kahlen, kalten Hain;
der Mond laeuft mit, sie schaun hinein.
Der Mond laeuft ;ber hohe Eichen,
kein Woelkchen truebt das Himmelslicht,
in das die schwarzen Zacken reichen.
Die Stimme eines Weibes spricht:

Ich trag ein Kind, und nit von dir,
ich geh in S;nde neben dir,
Ich hab mich schwer an mir vergangen;
Ich glaubte nicht mehr an ein Glueck
und hatte doch ein schwer Verlangen
nach Lebensfrucht, nach Mutterglueck
und Pflicht - da hab ich mich erfrecht,
da liess ich schaudernd mein Geschlecht
von einem fremden Mann umfangen
und hab mich noch dafuer gesegnet.
Nun hat das Leben sich geraecht,
nun bin ich dir, o dir begegnet.

Sie geht mit ungelenkem Schritt,
sie schaut empor, der Mond laeuft mit;
ihr dunkler Blick ertrinkt in Licht.
Die Stimme eines Mannes spricht:

Das Kind, das du empfangen hast,
sei deiner Seele keine Last,
o sieh, wie klar das Weltall schimmert!
Es ist ein Glanz um Alles her,
du treibst mit mir auf kaltem Meer,
doch eine eigne Waerme flimmert
von dir in mich, von mir in dich;
die wird das fremde Kind verklaeren,
du wirst es mir, von mir gebaeren,
du hast den Glanz in mich gebracht,
du hast mich selbst zum Kind gemacht.

Er fasst sie um die starken Hueften,
ihr Atem mischt sich in den Lueften,
zwei Menschen gehn durch hohe, helle Nacht.

Richard Dehmel
(* 18.11.1863, † 08.02.1920)


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