Liliputins in German - 4109

Die Geldschneider sollen nie aus dem Schneider sein ... "
Kaiser Vespasian


Liliputins. What, the heck, is this ?
http://stihi.ru/2021/11/24/7101


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Geld­schnei­de­rei, die

Substantiv, feminin
ungerechtfertigtes Verdienen, Einnehmen, Herausschlagen von unverhaeltnismaessig viel der Zwangsumtausch ist reine Geldschneiderei

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Geldschneider
aus Wikipedia, der freien Enzyklopaedie
Muenze mit deutlichen Randschnitten
Muenze mit deutlichen Randschnitten
Als Geldschneider bezeichnete man urspruenglich einen Geldwechsler, der sich durch das Beschneiden der Raender von Gold- oder Silbermuenzen unlauter bereichert.

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Aus dem Schneider sein

Die Redensart aus dem Schneider sein bedeutet „eine schwierige Situation ueberwunden haben, das Schlimmste ueberstanden haben“ oder aber (scherzhaft) „ueber dreissig Jahre alt sein“ im Sinn von „nicht mehr ganz jung sein“.

Die Redensart stammt von Kartenspielen wie Schafkopf und Skat, wo diejenigen „Schneider werden“, die 30 oder weniger als dreissig Augen (Punkte), das heisst, weniger als die Haelfte der zum Gewinn noetigen Summe erreichen. (Umgekehrt ist man mit mehr als 30 „Schneider frei“.) In dem studentischen Bierspiel Lustig, meine Sieben wurde auf dem Tisch vor dem Platz desjenigen, der unter dreissig blieb, eine Schere gemalt. Der Betroffene musste zur Strafe die doppelte Menge Bier trinken.

Frueher spottete man, ein Schneider wiege nicht mehr als 30 Lot und spielte damit auf den unzureichenden Verdienst und die dadurch bedingte sozial schlechte Stellung der in diesem Handwerk Arbeitenden an. Hierin ist der Ursprung f;r die Gleichsetzung dreissig Punkte = dreissig Lot = Schneider zu sehen.

Quellen
Lutz R;hrich: Lexikon der sprichwoertlichen Redensarten. Band 4, Oben-Spielverderber. Herder Verlag, Freiburg, Basel und Wien 1994, ISBN 3-451-04400-5, S. 1388.
Duden: Das Herkunftsw;rterbuch, Band 7, ISBN 3-411-20907-0


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