Septembersterne
des Septembers, der leise zu uns spricht.
Als trüge er in seinen stillen Sorgen
ein Wissen, das der Sommer noch nicht bricht.
Die Tage halten noch den warmen Schimmer
von Stunden, die der Juli einst verlieh.
Doch zwischen Blatt und Feld verschwimmt schon immer
die Farbe, die einst deutlich vor uns blieb.
Das Gras erinnert sich an helle Zeiten,
doch seine Töne werden mild und fern.
Als wollten sie sich langsam vorbereiten
auf jene Nacht – bewacht von Stern zu Stern.
Nur sie, die über dunklen Gärten stehen,
verstehen mehr, als unser Herz erlaubt.
Sie lesen in den Fragen, die verwehen,
noch eh die Zeit sie leise überstaubt.
Sie wissen: Was im Juli einst begonnen,
kehrt niemals ganz aus weiter Ferne heim.
Der Sommer sinkt, von Schatten überronnen,
in eine Stille ohne Wiedersein.
Und mit ihm bleibt die leise, tiefe Wehmut,
die still in späten Stunden bei uns wacht.
Die Fragen ruh’n – als wären sie im Seegrund,
wo keine Stimme mehr zum Ufer macht.
Kein Zorn erhebt sich gegen Herbst und Winter,
kein Ruf verlangt, die Zeit zurückzudreh’n.
Nur schweigend gehen wir – und immer hinter
uns hört man eine ferne Wärme geh’n.
2020
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