Angesicht unserer Zeit
dein Wort wie Blitz
mitunter war erblindend
und Schmerz und Trauer
in der Ferne schwindend
verliebt geleiteten entthronte Tage
es wurde Winter und es wurde Abend
wir weideten wie Schnee in kargen Steppen
dein Brot wie Wein
mit Dank entgegennehmend
und Schutt und Trümmer
in die Höhe stemmend
vereint gediehen enge Jakobstreppen
es wurde Sommer und es wurde Morgen
wir weinten mit den Bäumen bunten Regen
dein Schwarz auf Weiß
mit Eifer täglich blätternd
und Staub und Tau
in der Nähe schmetternd
verlobt gesellten uns zu eitlen Wegen
es wurde Winter und es wurde Abend
wir wateten kniehoch durch Trug und Lüge
dein Weiß auf Schwarz
mit eignem Salze würzend
und Schweiß und Tränen
in die Tiefe stürzend
vermählt gebaren die entspannten Züge
2008
Свидетельство о публикации №109052106779