Пауль Герхардт. Вручи свой вздох сердечный. С нем

Пауль Герхардт

(1607–1676)


       Befiehl du deine wege.

       Пс. 36, 5.

1. ВРУЧИ свой вздох сердечный,
Удел вседневный свой
Тому, Кто правит вечно
И небом, и землёй;
Кто солнца, ветра, тучи
Определил пути,
Тот путь укажет лучший,
Каким тебе идти.

2. ТВОРЦУ ты должен верить,
Чтоб жизнь благой была,
Господней мерой мерить
И мысли, и дела.
В заботе, гневе, муке
Души мы не спасём;
Ничто не дастся в руки –
Молитесь обо всём.

3. ТВОИ Любовь и Правда
Зрят, Боже, наперёд
Всё, что к добру направит
Адамов бренный род;
Всему, что избираешь,
Даришь Ты бытиё,
И жизнью наделяешь
Творение Своё.

4. ПУТИ Твои – повсюду;
Тебе пределов нет;
Твоё творенье – чудо;
Твоё явленье – свет;
И никаким преградам
Порыв Твой не сдержать,
Когда Своим Ты чадам
Добро спешишь подать.

5. И пусть вся тьма восстанет,
Весь ад и силы зла, –
Господь не перестанет
Свои вершить дела;
И всё, чему случиться
Создатель предрешил, –
Всё так и совершится,
Как Он определил.

6. ВЕРЬ Богу без сомненья,
О, бедная душа;
Пусть в адский мрак паденья
Низверглась ты, греша, –
В великом состраданье
На помощь Он придёт,
И узришь ты блистанье
Сияющих высот.

7. ЕМУ свои страданья
Поверь и счастлив будь;
Сердечные терзанья
Отринь и позабудь:
Ведь ты же – не правитель,
Не власть и не закон:
Господь – наш Вседержитель,
И миром правит Он.

8. ВО ВСЁМ Ему доверься:
Его мудрее нет;
Придёт Он – лишь надейся –
На помощь в сонме бед;
Совет благой и скорый
Подаст тебе, любя, –
И удалятся скорби,
Гнетущие тебя.

9. И даст Он утешенье, –
Пусть Он и не спешит
Послать тебе спасенье,
Как будто ты забыт;
И медлит Он порою,
Как будто навсегда
Оставлен ты с нуждою,
И жребий твой – беда.

10. ОН ждёт, что верность явит
Всяк, верящий в Него;
От тяжких уз избавит
Он брата Своего;
Он с сердца снимет бремя
Несчастий и скорбей,
Которое всё время
Ты нёс в судьбе своей.

11. ТЕБЯ Он увенчает,
Небесный наш Отец:
Он верным всем вручает
Блистающий венец;
Он пальмовые ветви
Всем праведным даёт, –
И горний хор вовеки
Хвалу Ему поёт.

12. СПАСЁТ нас Царь Небесный
В сей бедственной судьбе.
Стезёй Своей нас тесной
Веди, Господь, к Себе;
Пекись о нас до смерти
И в смерти не забудь,
Чтоб мы к небесной тверди
Всегда держали путь.

1653


DER 37. PSALM (VERS 5)

Befiehl du deine Wege


Befiehl du deine Wege
Und was dein Herze kraenkt
Der allertreusten Pflege
Des, der den Himmel lenkt:
Der Wolken, Luft und Winden
Gibt Wege, Lauf und Bahn,
Der wird auch Wege finden,
Da dein Fuss gehen kann.

2. Dem Herren musst du trauen,
Wenn dirs soll wohlergehn,
Auf sein Werk musst du schauen,
Wenn dein Werk soll bestehn.
Mit Sorgen und mit Graemen
Und mit selbsteigner Pein
Laesst Gott ihm gar nichts nehmen,
Es muss erbeten sein.

3. Dein ewge Treu und Gnade,
O Vater, weiss und sieht,
Was gut sei oder schade
Dem sterblichen Gebluet:
Und was du dann erlesen,
Das treibst du, starker Held,
Und bringst zum Stand und Wesen,
Was deinem Rat gefaellt.

4. Weg hast du allerwegen,
An Mitteln fehlt dirs nicht,
Dein Tun ist lauter Segen,
Dein Gang ist lauter Licht.
Dein Werk kann niemand hindern,
Dein Arbeit darf nicht ruhn,
Wenn du, was deinen Kindern
Erspriesslich ist, willst tun.

5. Und ob gleich alle Teufel
Hier wollten widerstehn,
So wird doch ohne Zweifel
Gott nicht zuruecke gehn:
Was er sich vorgenommen
Und was er haben will,
Das muss doch endlich kommen
Zu seinem Zweck und Ziel.

6. Hoff, o du arme Seele,
Hoff und sei unverzagt,
Gott wird dich aus der Hoehle.
Da dich der Kummer plagt,
Mit grossen Gnaden ruecken;
Erwarte nur der Zeit,
So wirst du schon erblicken
Die Sonn der schoensten Freud.

7. Auf, auf, gib deinem Schmerze
Und Sorgen gute Nacht!
Lass fahren, was dein Herze
Betruebt und traurig macht!
Bist du doch nicht Regente,
Der alles fuehren soll;
Gott sitzt im Regimente
Und fuehret alles wohl.

8. Ihn, ihn lass tun und walten,
Er ist ein weiser Fuerst
Und wird sich so verhalten,
Dass du dich wundern wirst,
Wenn er, wie ihm gebuehret,
Mit wunderbarem Rat
Das Werk hinausgefuehret,
Das dich bekuemmert hat.

9. Er wird zwar eine Weile
Mit seinem Trost verziehn
Und tun an seinem Teile,
Als haett in seinem Sinn
Er deiner sich begeben,
Und solltst du fuer und fuer
In Angst und Noeten schweben,
Als frag er nichts nach dir.

10. Wirds aber sich befinden,
Dass du ihm treu verbleibst,
So wird er dich entbinden,
da dus am wen’gsten glaeubst;
Er wird dein Herze loesen
Von der so schweren Last,
Die du zu keinem Boesen
Bisher getragen hast.

11. Wohl dir, du Kind der Treue,
Du hast und traegst davon
Mit Ruhm und Dankgeschreie
Den Sieg und Ehrenkron.
Gott gibt dir selbst die Palmen
In deine rechte Hand,
Und du singst Freudenpsalmen
Dem, der dein Leid gewandt.

12. Mach End, o Herr, mach Ende
An aller unsrer Not!
Staerk unsre Fuess und Haende
Und lass bis in den Tod
Uns allzeit deiner Pflege
Und Treu empfohlen sein,
So gehen unsre Wege
Gewiss zum Himmel ein.


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