Das Fruehstuecksgedicht

Die zähe Nacht hält mich in Schach,
beginnt ihr letztes Spiel:
die Bühne ist am Tellerrand
platziert für Vaudeville.
Ich fange mit dem Weltei an,
dank schwarzem Fluss erwacht,
werfe den Blick durch Fensterrahmen
und schwebe zu dem Nil.

Doch Morgen stoppt mich mit Gardez
und wieder bringt ins Lot.
Ich würfele Was-Wäre-Wenn
und esse Toast mit Brod.
Nur Hafer habe ich nicht gern,
wenn dessen braune Schnee
herunterfällt und trifft den Kern –
zerstampft Gehirn zu Schrott…

Und was ist auf deinem Tisch
zum Frühstück?
Milchstraße?

31.01.2007


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