С. Цвейг. Гимн Путешествию

Вит Ассокин: литературный дневник

В.И.Н.Т. & АссокиН кавер на аудио 2002 года -
https://disk.yandex.ru/d/c5QY0E_AhAVCQQ
dance - https://disk.yandex.ru/d/IpATrfIY8x1caw


Stefan Zweig. HYMNUS AN DIE REISE


Schienen, die blauen Adern aus Eisen,
Durchrinnen die Welt, ein rauschendes Netz.
Herz, rinn mit ihnen! Raff auf dich zu reisen,
Im Flug nur entfliehst du Gewalt und Gesetz.


Im Flug nur entfliehst du der eigenen Schwere
Die dir dein Wesen umschraenkt und erdrueckt.
Wirf dich ins Weite, wirf dich ins Leere,
Nur Ferne gewinnt dich dir selber zurueck.


Sieh! bloein Ruck und schon rauscht es von Fluegeln,
Fuer dich braust eine eherne Brust,
Heimat stuerzt ruecklings mit Haengen und Huegeln
Ein Neues, es wird dir neuselig bewusst.


Die Grenzen zerklirren die glaesernen Staebe,
Sprachen, die fremden, sie eint dir der Geist
Unendlicher Einheit, da er die Schwebe
Der vierzehn Voelker Europas umkreist.


Und in dem Hinschwung von Ferne zu Fernen
Waechst dir die Seele, verklaert sich der Blick,
So wie die Welt im Tanz zwischen Sternen
Schwingend ausruht in grosser Musik.


1933



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