Ein Tuch. Wie in Werken von E. M. Remarque...

Letzter Herbst rennt entlang kurzen Tagen,
Letztes Treffen rennt entlang langen Wegen.
Ich hoere mein Herz langsam schlagen,
Der Krieg kriecht uns gerade entgegen.

Ich begleite dich jetzt zum Bahnhof
Und wir geniessen die tanzenden Blaetter,
Das Himmellachen bedeckt unseren Hof,
Genau, verschlechtert sich das heutige Wetter.

Wir stehen schon auf dem Bahnsteige
Und Tausende Augen sehen uns zu.
In der Ecke spielt ein Mann Geige
Und fuegt die Trauer hinzu.

Wir fuehlen nun des Regens Geruch
Und atmen Geschmack des Rauchens ein.
Auf dem Bahnsteige liegt vergessenes Tuch,
Zertreten, schmutzig, allein.

Tuch erinnert sich an Traenen und Kuesse
Und kennt unseren baldigen Morgen,
Es vertreten die maennlichen Fuesse,
Fuesse mit ihren Schicksalen und Sorgen.

Tausende Augen sehen kein Tuch,
Tausende Woerter und Schreien machen es taub.
Es liegt wie ein verlorenes Buch,
Ganz versteckt im gefallenen Laub.

Der Zug ist da, unser letztes Wort,
Und du wirst zu noch einem Tausend Augen.
Du faehrst ab, du verlaesst dieses Ort.
Tuch bleibt und wird alles einsaugen.


Рецензии
Я запомнил Три товарища....

Матифу   06.02.2015 19:18     Заявить о нарушении
Люблю этот роман!

Маргарита Январская   06.02.2015 19:24   Заявить о нарушении